Infoabend Waldkindergarten am 31. Januar 2019

Der Informationsabend des Waldkindergartens am Kuhsee für alle interessierten Eltern für das Kindergartenjahr 2019/20, findet am

Mittwoch, den 31. Januar 2019 um 20 Uhr
im Neubau des Lehmbaus, Mittenwalder Str. 31 in 86163 Augsburg.

statt.

An diesem Abend gibt es einen Einblick in den Tages- und den Jahresablauf des Waldkindergartens. Es wird einen Überblick über alles wissenswerte rund um den Waldkindergarten geben und Zeit für anschließende Fragen bleiben. Wir freuen uns auf Sie/Euch

Marete und Markus (Team des Waldkindergartens)

Kürbisfest des Waldkindergartens am 6. Oktober

Am Samstag den 6.Oktober von 15:00 bis 18:00 Uhr findet das Kürbisfest des kuerbisfest_20141011_010Waldkindergartens am Kuhsee auf dem Gelände des Lehmbaus statt.

Wir wollen mit euch Kürbisse schnitzen, Basteltisch, Stockbrot überm Feuer bräunen – für das leibliche Wohl gibt es Kürbissuppe sowie Kuchen und Kaffee.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen von Jung und Alt aus nah und fern!

 

1. Vernetzungstreffen der Waldkindergärten in und um Augsburg

Am Abend des 19. April fand das erste Vernetzungstreffen der Augsburger Waldkindergärten in unserer Einrichtung statt.

Unter der Moderation von Thomas Wöhrl vom teamWöhrl kamen Pädagogen aus 5 verschiedenen Waldkindergärten und Spielgruppen zusammen um sich auszutauschen. Im Focus unseres ersten Treffens standen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie der vorgeschriebene Schutzraum für Waldkindergärten oder die Forderungen des Gesundheitsamtes bezüglich der Meldepflichten und der Erstellung eines Hygieneplans.
Der Schwerpunkt des Abends war die weitere Gestaltung der Vernetzungstreffen. Hierfür wurden Themen und Wünsche gesammelt, die in die kommenden Treffen eingebaut werden sollen.

Vielen Dank den teilnehmenden Einrichtungen DJK-Waldkindergarten-Leitershofen, Waldkindergarten Aichhörnchenkobel (Aichach), Waldkindergarten Friedberg, Waldkindergarten Fuchsbauch und unserer Waldspielgruppe Spickel für die aktive Teilnahme. Wir freuen uns auf die nächsten Treffen und hoffen unsere Vernetzung mit allen Beteiligten weiter ausbauen zu können.

Das nächste Vernetzungstreffen findet im Oktober beim Waldkindergarten Aichhörnchenkobel in Aichach statt.

5 Jahre Waldkindergarten am Kuhsee

Hervorgehoben

Natur und Kultur als Grundlage für eine balancierte Kindesentwicklung.

Mit dieser pädagogischen Vision begannen Marete Kisch und Markus Mayer vor fast sechs Jahren ihren eigenen Weg für einen Waldkindergarten. Zunächst geplant als Außengruppe des Waldorfkindergartens an den Lechauen war den beiden bald klar, dass diese Idee auf eigenen Füßen stehend noch besser gedeihen würde. So entstand nach fundierter pädagogischer Konzeptionsarbeit und den notwendigen bürokratischen Schritten mit Stadtverwaltung und Vereinsrecht der Waldkindergarten am Kuhsee e.V. mit Unterkunft im Jugendhaus Lehmbau, der am 8. April 2013 mit acht Kindern startete.

„Eine weitläufige, natürliche Umgebung bietet eine ideale Grundlage für die Kleinen, um ihre Innenwelt zu entwickeln und zu erforschen. Kraft und Balance des Körpers, Gefühle und Bedürfnisse der eigenen Person, Schutz und Inspiration der Erzieher bilden den Erfahrungsraum unserer Kindertagesstätte,“ erzählt Marete, die aus der Beobachtung der Kinder bei den turnusmäßigen Außenterminen ihres früheren Kindergartens ihre Schlüsse zog und daraus die Waldpädagogik zu ihrer wichtigsten pädagogischen Richtung erklärte.

Die Kinder üben Ihre Balance zu halten und suchen sich hierfür unterschiedliche ‚Spielplätze‘.

Natur als primäre Lehrkraft für uns Menschen

Nach einer langen Kälteperiode bildet sich das Erlebnisfeld Eis.

„Der Kreislauf der Jahreszeiten und die in ihm existierende Flora und Fauna erklärt uns mit grundlegender Selbstverständlichkeit die Zusammenhänge unseres eigenen Daseins. Wind und Wetter, Anstrengung und Erholung werden zum Wahrnehmungsraum für die eigenen Erfahrungen,“ meint Markus, der gerne ein Vorbild dafür ist, die Natur in all ihren Facetten und unter dem Aspekt der Bewegungsentfaltung zu begreifen.

Kulturangebote als Verfeinerung der Naturerlebnisse und Vorbereitung für die schulische Entwicklung

Nicht nur bei sehr kaltem und schlechtem Wetter bietet uns der Neubau des Jugendhaus Lehmbau einen Unterschlupf. Auch unsere vielfältigen Angebote werden zum Teil hier durchgeführt.

„Mit Musizieren, Tanzen, Singen, Basteln und dem gezielten Anwenden von Sprache in Gedichten oder Reimen fördern wir die weitere Entwicklung für Konzentration und Sensibilisierung der Sinne. Bildung, Kunst und Natur dienen somit als kognitive und physische Vorbereitung für die schulische Laufbahn,“ rundet Marete die Darstellung des Konzeptes ab. Dafür stehen zum Teil der Lehmbau und seine großzügigen Außenanlagen zur Verfügung.

„Waldkindergarten – das ist Wachsen ohne Grenzen, in einer wunderbaren Natur, bei Wind und Wetter – und mit ganz viel Spaß!“ – Andi (Vater eines Waldkinds)

Soziales Lernen in der selbstorganisierten Gruppe

Durch die weitläufige, natürliche Umgebung im Wald, auf der Heide und entlang des Sees finden die Kinder zahlreiche Impulse und Gelegenheiten, ihre eigenen Phantasien und Ideen gestalterisch auszuleben. Dabei etablieren sich immer wieder neue Gruppierungen, spontan werden Regeln und Ziele ausgehandelt und abgestimmt. Interessensgeleitetes, soziales Lernen findet hierbei stets neuen fruchtbaren Boden des miteinander Ausprobierens und der gegenseitigen Abgrenzung im Dienste des Einstehens für die eigenen Interessen. Darüberhinaus „zieht und trägt“ die Gruppe auch das einzelne Kind, wenn es um Durchhalten oder Dranbleiben geht und es entstehen so erste Teamerfahrungen außerhalb der familiären Strukturen.

In den weitläufigen Flächen rund um den Kuhsee und auf der Kuhseeheide finden die Kinder immer wieder neue Möglichkeiten sich kreativ zu entfalten.

Die Mischung der verschiedenen pädagogischen Konzepte bieten eine Vielfalt, aus der sowohl Kinder als auch Erzieher die für sie passenden Elemente auswählen können.“ – Sharon S. (SPS2 Praktikant)

Stetige Weiterentwicklung der Kindertagesstätte

Zu der Gruppe der drei bis sechs-Jährigen wurde im Jahr nach der Gründung die bereits seit langem existierende Waldspielgruppe, eine zweimal pro Woche für 3 Stunden angelegte Betreuung für maximal 12 Kleinkinder organisatorisch integriert. Hier machen die zwei- dreijährigen zum Teil in Begleitung ihrer Eltern erste Naturerfahrungen, die dann im Anschluss im Waldkindergarten erweitert werden können.
Der über die Jahre schnell anwachsende Zulauf gab der Vision der beiden Gründer mehr als Recht. Im Herbst wird der Waldkindergarten mit inzwischen 26 Kindern, 4 Betreuern und erweiterten Öffnungszeiten eine neue Entwicklungsstufe erreichen.

Ein Fliegenpilz dient als Dach für die Zwerge. Neugierig kommt eine Schnecke vorbei.

Hüttenwochenende im Allgäu mit Sonne und Schnee

Gunzesriedertal 2016Schon am Freitagmittag leuchtet die helle Vorfreude aus den Kindergesichtern. „Bis später“, „Ja, bis gleich“ und „Wir sehen uns auf unserer Hütte“ rufen sich die Buben und Mädchen zur Verabschiedung zu. Die Kleinen können es kaum erwarten wieder auf ihrer „Otto-Schwegler-Hütte“ des DAV Sektion Augsburg im idyllisch gelegenen Gunzesried nahe Sonthofen zusammen zu kommen.

Die Begeisterung vom Vorjahr ist allen noch in Erinnerung und so sind freilich neben den kleinen auch die großen  Geschwisterkinder mit Ihren Eltern dabei. Insgesamt 21 Kinder und 22 Erwachsene treffen sich auf der frisch renovierten, 1070 m hoch gelegenen Selbstversorgerhütte im Herzen der Allgäuer Alpen. Die Zimmer und Lager sind schnell bezogen, sodass auf dem hauseigenen Hang vor dem Abendbrot noch reichlich gerodelt werden kann. Wer möchte bekommt in der 10 Minuten Fußweg entfernten „Buhls Alpe“ eine warme Speise serviert. Bedeutungsvoller als das Essen scheint für die Kinder jedoch die gemeinsame Freude, freies Spiel und zauberhafte Phänomene wie Glitzerschneekristalle zu sein. Bis zur letzten Minute kosten die Kinder ihre Zeit aus, genießen den Raum und werden nicht Müde bis schließlich die Lichter gelöscht werden und Ruhe einkehrt. Jetzt ist nochmal Gelegenheit für die Erwachsenen, sich zu unterhalten und Ideen für den nächsten Tag auszutauschen.

Otto-Schwegler-HütteDer nächste Morgen beginnt mit lachenden Kinderstimmen die sich gegenseitig wecken und aus den Betten rufen. Kaffeeduft und der Geruch von frischen Brezen und Semmeln liegt in der Luft und lädt zum gemütlichen Frühstück ein. Mit Proviant ausgestattet sammeln sich verschiedene Gruppen um ihren Aktivitäten nachzugehen. Manche wandern zur Alpe Rappengschwend und rodeln von dort runter, einige ruft der Berg zum Skifahren oder –touren, andere fahren mit der Gondel auf´s Imberger Horn und sausen mit dem Schlitten wieder ins Tal und selbst „zu Hause auf der Hütte“ verweilen welche, kosten die Möglichkeiten im und ums Haus aus und träumen  davon, wie es wohl wäre selbst eine Hütte in den Bergen zu haben. Das Wetter könnte kaum strahlender sein und so können die vielen gebackenen köstlichen Kuchen von den nach und nach Eintrudelnden auf der Sonnenterrasse mit Blick in die Weite der Bergwelt genascht werden. Gestärkt verteilen sich die ausgelassenen Kinder in der ganzen Hütte, vertiefen sich ins Spiel und scheinen kaum Erwachsene zu brauchen, bis … bis sich wieder der kleine und große Hunger regt und ein Eltern-Koch-Team „lecker Pasta satt“  und knackigen Salat für alle auftischt.

Danach bleibt der Kinderschaar noch reichlich Zeit und auch wieder Kraft um die eigenen Ideen und Phantasien auszuleben. Endlich fallen alle Kinder nach und nach in den Schlaf, getröstet davon, dass die Freunde gleich am nächsten Morgen wieder da sein werden. Die Eltern derweil, sammeln sich wieder im Gemeinschaftsraum, stimmen begleitet von zwei Gitarren Lieder an und singen zusammen bis tief in die Nacht. Nicht ohne vorher noch einmal das große Hüttenfrühstück zu genießen, ist der nächste Tag  für die Eltern schon von Packen, räumen und säubern geprägt. Davon lassen die Kinder sich jedoch nicht stören. Sie sind ganz in ihrem Element und verströmen dabei die ihnen eigene mit Lebendigkeit gefüllte Energie und bringen so das ganz Glück des Daseins zum Ausdruck. Ein letztes Mal ergreifen sie schließlich die Gelegenheit vor dem Haus Schlitten zu fahren bis es gegen Mittag heißt Abschied zu nehmen. Wie gut, das am nächsten Tag gleich wieder Kindergarten ist und man so seine Freunde bald wieder sehen kann.

Autorin: Undine Wöhrl

Adventsfeier und Lichterfest im Waldkindi

Am 21.12.15 erlebten die Waldkinder eine wahrhaft lichtvolle Adventsfeier mit viel Gesang und natürlich Leckereien. Im Mittelpunkt stand die Lichterspirale.

Lichterfest-2Hierzu legten Marete und Markus eine Spirale aus Tannengrün auf dem Boden hinter dem Lehmbau aus, in deren Mitte eine große brennende Kerze steht. Die Feier gestaltet sich nach einem für die Kinder ganz klaren Ablauf: Die Kinder erhalten der Reihe nach ein Glas mit einem Teelicht, gehen den Weg der Spirale bis in die Mitte, entzünden dort ihre Kerze im Glas und stellen ihr Licht nun auf die Zweige der Lichterspirale. So wird sie nach und nach immer heller, was die Kinder durch das Anzünden ihrer Kerze selbst  erleben und bei den anderen Kindern beobachten können.

Lichterfest-1Dieser Weg in die Lichterspirale wird durch den Gesang der Kinder und deren Eltern und Erzieher begleitet. Die Kinder hatten die Lieder dazu schon im Waldkindergarten mit Marete und Markus geübt. Der diesjährige Lieblingshit der Kinder war „Schneelöckchen, Weißröckchen“ und wurde entsprechend lautstark und begeistert gesungen.
Als die Spirale ganz erhellt war und ein Waldkind vermeldete, dass wir alle doch nun wirklich genug gesungen hätten, war es Zeit für das Genießen von mitgebrachten Kinderpunsch und Plätzchen.

Schön war, dass dieses Waldkindifest einen klaren Mittelpunkt hatte und so die Kinder das Wesentliche –Miteinander singen und feiern- erleben konnten.

Andere Feste davor im Jahreskreis:

  • Kürbisfest am Lehmbau
  • Martinsumzug am Kuhsee

Author: Jenny Koller